25 Jahre Diakonieverein

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. DruckenE-Mail

Diakonieverein Hochdorf

Auszug aus dem „Diakoniegesetz §1" der ev. Landeskirche in Baden :

Zum Auftrag christlicher Gemeinde, Zeugnis von Jesus Christus in der Welt zu geben, gehört der Dienst am Nächsten die Diakonie. ...
... Alle Glieder der Gemeinde sind daher zur Diakonie gerufen...

Was bedeutet dieser Auftrag konkret für uns Christen, für unsere Gemeinden?
Durch die ganze Geschichte der Christenheit zieht sich die Sorge um den Anderen; Frauen und Männer engagieren sich seit eh und je um Menschen in Not beizustehen, ihnen Hilfen und Unterstützung jedweder Art zu geben. Hervorgerufen durch die ständig wachsenden Aufgaben ist heute die diakonische Arbeit als Teil der „tätigen Verkündigung" in den Diakonischen Werken und freien diakonischen Trägern wie z.B. den kirchlichen Sozialstationen und Diakonievereinen verankert und wird von dort selbständig erbracht. Die rechtliche Verselbständigung der Diakonie darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass ihre Arbeit nach wie vor zum kirchlichen Leben in unseren Gemeinde gehört.

So wurde am 10.März 1986 in der Kirchengemeinde March-Hochdorf auf Initiative von Pfr. Quincke, Herrn Willi Lörch, dem damaligen Vorsitzenden des Kirchengemeinderates, Frau Barbara Tilgner als Diakoniebeauftragte des Pfarrgemeinderates Hochdorf der „Diakonieverein der ev. Kirchengemeinde March e.V." gegründet. Er stellte sich u. A. der Aufgabe, eine Nachbarschaftshilfe als „niederschwelliges" Angebot neben den professionell arbeitenden Sozialstationen zu organisieren.
Herr Willi Röck wurde zum Vorsitzenden gewählt.
1996, nach 10jähriger Tätigkeit gab Herr Röck den Vorsitz 1996 aus gesundheitlichen Gründen auf, blieb uns aber als Vorstandsmitglied bis zu seinem Tode 1997 ein wichtiger Berater.
1987 wird die Nachbarschaftshilfe auf die ökumenische Basis gestellt, seit dem Jahr 2000 ist auch die kath. Gemeinde
St. Martin Hochdorf mit „im Boot" .
Zusammen mit der ersten Einsatzleiterin Frau E. Birner leistete Herr Röck damals Pionierarbeit und legte einen stabilen Grundstein. Im ersten Jahr konnte die NBH mit 7 Frauen Hilfe überwiegend im hauswirtschaftlichen Bereich anbieten.
1990 übernahm Frau Margareta Schäfle die Einsatzleitung und leitete 20 Jahre mit großem Engagement und Erfolg die Geschicke der ökum. NBH.
Die Einsatzstunden erhöhten sich von 300 im Jahr 1987 auf 5000 in 2010; auch die Anzahl der Helferinnen und Helfer hat sich inzwischen bei ca. 35 – 40 eingependelt. Angebot und Nachfrage haben sich vervielfacht - mit steigender Tendenz .
Vor einem guten Jahr legte Frau Schäfle Ihre Arbeit in jüngere Hände – Frau Jutta Böhm übernahm das Ruder.
Heute stellt die ökum. NBH einen festen, nicht mehr wegzudenkenden Bestandteil der diakonisch-caritativen Arbeit in March und in Hochdorf dar.
1997 bildete sich die Hospizgruppe March, die seit dem unter „unserem Dach" mit ihrem Angebot – die Begleitung von Schwerstkranken und Sterbenden und Trauernden - zur Verfügung steht.
Seit 2006 bietet der Diakonieverein in Kooperation mit der kirchl. Sozialstation nördl. breisgau e.V. und dem DRK Kreisverband Freiburg eine ambulante Demenzbetreuung in Hugstetten an.

Wir sind sehr dankbar, dass immer wieder Menschen in unseren Dörfern bereit sind, sich in der NBH, in der Demenzbetreuung und in der Hospizarbeit zu engagieren und so zur Erfüllung des biblischen Wortes

„ Einer trage des anderen Last,so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen"
(Galater 6,2)

beitragen.
Der jetzige Vorstand ist bemüht, den diakonischen Auftrag im Gemeindeleben weiterhin lebendig zu halten, zu aktivieren, so wie es Johann-Hinrich Wichern, der Gründer der modernen Diakonie, vor ca. 160 Jahren uns Christen ans Herz legte.

„25 Jahre Diakonieverein" war für uns ein guter Anlass, um wieder einmal „Danke" zu sagen.
Wir luden Mitglieder, Freunde und Förderer mit uns zusammen am Sonntag, 15. Mai 2011 einen Jubiläumsgottesdienst in der Martin-Luther-Kirche in Hugstetten zu feiern...und viele kamen...Besonders freute uns, dass neben vielen anderen ehemaligen Mitarbeitern Pfr. Quincke trotz seines hohen Alters zusammen mit seiner Frau an diesem fröhlichen Gottesdienst teilnehmen konnte.
Pfr. Schmitthenner legte seiner Predigt den Bibeltext „Der bittende Freund" (Lukas 11, 5-11) zugrunde.
Nach einem kurzen Abriss über die Entwicklung des Vereins in diesen 25 Jahren und einem Dank der Kirchengemeinde an den amtierenden Vorstand, erscholl zum Abschluss „aus voller Kehle" der vierstimmig gesungene Kanon
„ Danket, danket dem Herrn, denn er ist sehr freundlich, seine Güt' und Wahrheit währet ewiglich".

Vor der Kirchentür hatten helfende Hände einen kleinen Umtrunk vorbereitet. Herr Meisel würdigte als Vertreter der Gemeinde March die Arbeit des Diakonievereins und überreichte uns ein Geldgeschenk, wofür wir an dieser Stelle der Gemeinde March herzlich danken.
Bei Sonnenschein und einem Glas Sekt in der Hand ergaben sich anschließend gute Gespräche und Erinnerungen wurden ausgetauscht.

Viele engagierte Mitstreiterinnen und Mitstreiter sind in diesen 25 Jahren mit uns ein Stück des Weges gegangen ...
Ihnen Allen gilt an dieser Stelle ein herzliches „Vergelt's Gott".

Im Namen des Vorstandes
Wiebke Schmidt