Predigttexte Matthäus

Falls sie einen Gottesdienst nicht besuchen konnten oder auch, wenn ein Gottesdienst ihnen so gut gefallen hat, dass sie die Predigt nachlesen möchten, finden sie nachfolgend die Texte verschiedener Gottesdienste wieder.

Liebe-Gottes-Erkenntnis-Kirche

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Predigttexte Matthäus

Predigt von Pfarrer Ewald Förschler am Sonntag Exaudi / 20.5.2012

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus, die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen. AMEN

Liebe Gemeinde,

zum heutigen Sonntag Exaudi ist uns ein biblischer Text (Jeremia 31,31-34) gegeben, der so für sich spricht, dass es ausreicht, wenn ich zu jedem seiner insgesamt vier Sätze ein paar erklärende Sätze hinzufüge:

Siehe, es kommt die Zeit, spricht der Herr, da will ich mit dem Hause Israel und mit dem Hause Juda einen neuen Bund schließen.

Zwei „Häuser“ werden genannt: das Haus Israel und das Haus Juda. Was hier „Haus“ heißt, sind zwei Staaten: das Nordreich Israel mit seiner Hauptstadt Samaria und das Südreich Juda mit seiner Hauptstadt Juda. Bei sind sich nicht grün. So hat sich Gott gedacht: wenn schon die beiden – aus historischen Gründen wohl verständlich – nicht miteinander können, dann will wenigstens ich mit diesen beiden einen neuen Anfang machen, einen neuen Bund schließen. Hier, liebe Gemeinde, offenbart sich Gott uns als einer, der verbinden will, was sich getrennt hat; der heilen will, was sich gegenseitig verletzt hat; der Zukunft öffnen will, wo Vergangenheit fesselt und festhält. Die Hoffnung also ist ein Kind der Liebe: es kommt die Zeit. Es kommt eine gute Zeit, in Gottes Namen. Deshalb sollen auch wir nicht die Hoffnung aufgeben, sondern glauben, dass sie bleibt, weil Gott selbst bereit ist, einen neuen Anfang zu schenken. Diesen Bund hat Gott in seinem Sohn Jesus Christus eingelöst für die ganze Welt.

Nicht wie der Bund gewesen ist, den ich mit ihren Vätern schloss, als ich sie bei der Hand nahm, um sie aus Ägyptenland zu führen, ein Bund, den sie nicht gehalten haben, ob ich gleich ihr Herr war, spricht der Herr.

Gott selbst macht ernst mit dem ganz Neuen, das er ankündigt. Damit auch klar ist, welche historische Gestalt dieser Bund hatte, erinnert er an die Großtat, die dem Volk Israel die Freiheit gebracht hat und an die es sich bei jedem Passah erinnert: die Befreiung aus der Sklaverei in Ägpyten. Hier zeigt sich Gott als der Lebendige, indem er Neues schaffen kann. Er zeigt sich auch als Herr der Geschichte. Er ist nicht gebunden an das, was er einmal getan hat. Er kann jeder Zeit in der Zeit etwas völlig Neues schaffen. Wenn wir an diesen Gott glauben und dies heute auch in der Heiligen Taufe erlebt haben, dass er einen Anfang schenken kann, dann sollten wir in den Sackgassen unseres Lebens darauf vertrauen, dass er einen Weg öffnen kann. Wir müssen die Vergangenheit nicht ewig mit uns schleppen. Gott kann sie gut sein lassen, wie er überhaupt unsere Worte, wenn wir mit ihm sprechen, nicht auf die Goldwaage legt. Er kann Zukunft öffnen, die wirklich Zukunft ist und nicht nur verlängerte Vergangenheit. Das hat er in seinem Sohn Jesus Christus verbürgt, der die Last der Welt auf seine Schultern genommen hat.

Sondern das soll der Bund sein, den ich mit dem Hause Israel schließen will nach dieser Zeit, spricht der Herr: Ich will mein Gesetz in ihr Herz geben und in ihren Sinn schreiben, und sie sollen mein Volk sein, und ich will ihr Gott sein.

Gesetz heißt im Hebräischen Thora und Thora übersetzt man am besten mit „Weisung, Orientierung“. Dass Gott mit diesem neuen Bund wirklich ernst macht, zeigt das Wort „Herz“. Er will seinen Willen ins Herz geben. Er will es nicht mehr machen wie bei seinem ersten Bund. Da hat er seinen Willen, die 10 Gebote, in Stein gemeißelt. Damit konnten die Menschen auch immer auf Abstand gehen. Doch bei diesem neuen Bund soll sein Wille in den Herzen der Menschen sein. Er soll ihr Inneres ausfüllen. Gott macht also ernst mit den Menschen, weil er sie liebt. Er will mit ihnen das Leben teilen, er will mit ihnen innige Gemeinschaft haben und pflegen. Und was ein Mensch im Herzen trägt, das kann ihm niemand nehmen. Der beste Ort für Liebe ist das Herz. Das Besondere, Einmalige und Unumkehrbare dieses neuen Bundes ist, dass Gott will, dass die Menschen ihn lieben und nicht nur ehren. Die Liebe zu ihm soll über alles gehen. Und Liebe ist eben nichts Äußeres. Liebe ist Ganzes. Da gibt es auch nichts zu befolgen. Da muss man kein Gesetz einhalten, gegen das man verstoßen kann. Wo Liebe ist, ist kein Platz für Perfektion, wohl aber für Fehler und Schuld, die vergeben werden können. Wo Liebe ist, ist Innigkeit. Das ist bei Gott nicht anders als bei Menschen. Wo Liebe ist, will man mit dem anderen sein. Diese Liebe Gottes hat einen Namen. Sie heißt Jesus Christus. Er ist die Liebeserklärung an uns. Heute haben wir sie vernommen in der Heiligen Taufe unserer beiden Taufkinder.

Und es wird keiner den anderen noch ein Bruder den anderen lehren und sagen: „Erkenne den Herrn!“, sondern sie sollen mich alle erkennen, beide, klein und groß, spricht der Herr; denn ich will ihnen ihre Missetaten vergeben und ihrer Sünde nimmermehr gedenken.

Wenn man immer nur an das Schlechte denkt, das man anderen oder andere mir getan haben, geht es einem schließlich auch schlecht. Gut dagegen ist, wenn man das Vergeben lernen kann und das Bitten um Vergebung. Das hat etwas so Befreiendes und Entwaffnendes. Man glaubt es kaum! Wo es dann darum geht, Gott in seiner Liebe zu erkennen, wird es auch keinen geben, der ihn besser kennt und der dann einen anderen darüber noch belehren müsste. Wo Gott als Liebender erkannt werden will, werden sie es in Gemeinschaft tun. Denn Liebe stiftet Gemeinschaft. Wenn ich das für uns als Kirche annehme, dann wäre sie so etwas wie eine „Liebe-Gottes-Erkenntnis-Kirche“ und da sind wir dann alle auf Augen- bzw. auf Herzenshöhe. Dann machen das Kinder anders als die Erwachsenen. Das ist ok. Dann machen das die Bibelversierten anders als die Anfänger. Das ist ok. Dann machen das die Gebildeten anders als die Einfachen. Das ist ok. Hauptsache, Gott wird als der erkannt – auch für das eigene Leben -, der vergibt und neuen Anfang schenken will.

Gott will seinen Platz in deinem Herzen. So fängt der Weg an: „Ja, mein Gott, nimm deinen Platz ein in meinem Herzen. Ich will dir folgen mein Leben lang und dich erkennen, wie du bist.“

AMEN

 

 

 

Danke und lass dich tragen!

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Predigttexte Matthäus

Predigt von Pfarrer Ewald Förschler am Sonntag Rogate / 13.05.2012

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus, die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen. AMEN

Den Predigttext für den heutigen Sonntag Rogate entnehmen wir dem Kolosserbrief Kapitel 4 die Verse 2-4:

Seid beharrlich im Gebet und wacht in ihm mit Danksagung! Betet zugleich auch für uns, dass Gott uns eine Tür für das Wort auftue und wir das Geheimnis Christi sagen können, um dessentwillen ich auch in Fesseln bin, damit ich es offenbar mache, wie ich es sagen muss.

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Kirche - das Ich für das Wir. Das Wir für das Ich.

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Predigttexte Matthäus

Predigt von Pfarrer Ewald Förschler zur Konfirmation 2012

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus, die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen. AMEN

Den Predigttext für den diesjährigen Konfirmationstag entnehmen wir dem ersten Brief des Apostels Paulus an die Christen in Korinth im dritten Kapitel die Vers 21b bis 23:

Niemand rühme sich eines Menschen; denn alles ist euer: es sei Paulus oder Apollos oder Kephas, es sei Welt oder Leben oder Tod, es sei Gegenwärtiges oder Zukünftiges, alles ist euer, ihr aber seid Christi, Christus aber ist Gottes.

Barmherziger Gott! Gib uns deinen Heiligen Geist! AMEN

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Geschafft!

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Predigttexte Matthäus

Predigt von Pfarrer Ewald Förschler am Ostermontag 2012

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus, die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen. AMEN

Den Predigttext für den diesjährigen Ostermontag entnehmen wir dem ersten Korintherbrief Kapitel 15 die Verse 50-58. Der Apostel Paulus schreibt darin:

Das sage ich aber, liebe Brüder, dass Fleisch und Blut das Reich Gottes nicht ererben können; auch wird das Verwesliche nicht erben die Unverweslichkeit. Siehe, ich sage euch ein Geheimnis: Wir werden nicht alle entschlafen, wir werden aber alle verwandelt werden; und das plötzlich, in einem Augenblick, zur Zeit der letzten Posaune. Denn es wird die Posaune erschallen, und die Toten werden auferstehen unverweslich, und wir werden verwandelt werden. Denn dies Verwesliche muss anziehen die Unverweslichkeit, und dies Sterbliche muss anziehen die Unsterblichkeit. Wenn aber dies Verwesliche anziehen wird die Unverweslichkeit und dies Sterbliche anziehen wird die Unsterblichkeit, dann wird erfüllt werden das Wort, das geschrieben steht (Jesaja 25,8; Hosea 13.14): „Der Tod ist verschlungen vom Sieg. Tod, wo ist dein Sieg? Tod, wo ist dein Stachel?“ Der Stachel des Todes aber ist die Sünde, die Kraft aber der Sünde ist das Gesetz. Gott aber sei Dank, der uns den Sieg gibt durch unseren Herrn Jesus Christus! Darum, meine lieben Brüder, seid fest, unerschütterlich und nehmt immer zu in dem Werk des Herrn, denn ihr wisst, dass eure Arbeit nicht vergeblich ist in dem Herrn.

Unser Herr Jesus Christus! Lass uns dich als Sieger feiern! AMEN

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Aufgehoben, nicht aufgeschoben!

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Predigttexte Matthäus

Predigt von Pfarrer Ewald Förschler zum Karfreitag 2012

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus, die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen. AMEN

Den Predigttext für den diesjährigen Karfreitag entnehmen wir dem Hebräerbrief Kapitel 9 die Verse 15 und 26-28:

Darum ist er auch der Mittler des neuen Bundes, damit durch seinen Tod, der geschehen ist zur Erlösung von den Übertretungen unter dem ersten Bund, die Berufenen das verheißene ewige Erbe empfangen…Nun aber, am Ende der Welt, ist er ein für allemal erschienen, durch sein eigenes Opfer die Sünde aufzuheben. Und wie den Menschen bestimmt ist, einmal zu sterben, danach aber das Gericht: so ist auch Christus einmal geopfert worden, die Sünden wegzunehmen; zum zweiten Mal wird er nicht der Sünde wegen erscheinen, sondern denen, die auf ihn warten, zum Heil.

Unser Herr Jesus Christus! Löse uns von Last und heile unser Leben.

AMEN

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