Rückblick auf die Entstehung unserer Matthäusgemeinde

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Unsere Matthäusgemeinde

Die Matthäusgemeinde in Betzenhausen-Bischofslinde ist die jüngste evangelische Gemeinde in Freiburg. Sie ist mit der Wahl eines eigenen Ältestenkreises im Dezember 1977 aus der Markuspfarrei hervorgegangen.

Mit dem Heranwachsen des neuen Stadtteiles Bischofslinde ab 1964 erweiterte sich die Markusgemeinde stark in ihrem südlichen Bereich. Am 1. Advent 1968 wurde die Markusgemeinde mit dem Gemeindezentrum, Am Hägle, eingeweiht. Schon kurz darauf begann Pfarrer Hofer mit der Planung eines Gemeindehauses für den Stadtteil Bischofslinde. Die evangelische Kirchengemeinde Freiburg hatte für diesen Zweck 1962 ein 2400 qm großes Grundstück an der Sundgauallee erworben. 1974 wurde eine zweite Pfarrstelle an der Markuskirche im Rahmen eines Gruppenpfarramtes errichtet. Auf diese Stelle wurde der Pfarrvikar Hans Rudolf Pfisterer als Pfarrer berufen. Er bekam den südlichen Gemeindeteil als Seelsorgeeinheit übertragen. Der Ältestenkreis der Markusgemeinde erweiterte sich durch Zuwahl von Ältesten aus dem Bereich Bischofslinde ( Frau Fuchs, Herr Ottemeier, Herr Schadow, Herr Königer).

 

Seit dem 1. Advent 1973 konnten vierzehntäglich Abendgottesdienste im Gemeindesaal der katholischen Pfarrei St. Albert gehalten werden. Auch eine Kindergruppe (geführt von Hr. Königer) traf sich einmal wöchentlich in den Kellerräumen des Gemeindehauses St. Albert. 1976 hat die evangelische Kirchengemeinde Freiburg für die Gemeindearbeit im neuen Stadtteil eine ehemalige Kindergartenbaracke des Caritas-Verbandes in der Idingerstraße angemietet und mit einem Kostenaufwand von 35.000 DM umgebaut. Die kleine „Gemeinde Bischofslinde“ erbrachte mit großen Engagement einen beträchtlichen Betrag zur Innenausstattung der Räume und für die Gestaltung der Außenanlagen.

Am 17. Oktober 1976 wurde die „Baracke“ durch Prälat Bornhäuser als „Markushütte“ eingeweiht.

Markushtte

Nun konnten wöchentlich Gottesdienste am Sonntagmorgen gefeiert und gleichzeitig auch Kindergottesdienst in der Nachbarbaracke gehalten werden.
Gefördert durch den neuen räumlichen Mittelpunkt im Stadtteil selbst, bezog sich die wachsende Gemeindearbeit immer stärker auf den eigenen Bezirk. Deshalb wurde zum 1. Januar 1978 das Gruppenpfarramt aufgelöst und im Stadtteil Bischofslinde die „Markusgemeinde Süd“ gegründet. Als vorläufige „Grenze“ zwischen den beiden Gemeinden Markus-Nord und Markus-Süd wurde die Sundgauallee festgelegt.

In der „Markushütte“ entwickelte sich schnell ein reges Gemeindeleben: es entstanden weitere Kindergruppen, ein Frauenbastelkreis, und eine Tischtennisgruppe wurden gegründet, ein offenes Kaffeestüble war für jedermann zugänglich, Erwachsenenbibelkreise, ökumenische Abende, Feste, Bazare und vieles mehr fanden dort statt. Gleichzeitig wurden in der Kußmannstr. 15 Räume für eine Pfarrerwohnung und für ein eigenes Büro (geführt von Fr. Königer) angemietet.

Als äußeres Zeichen eignete eignete sich die Gemeinde Markus-Süd den Pfeilkranz an.

Pfleilkranz_drauen

Die mit der Markushütte gewonnene Erfahrungen gaben der Planung für ein neues Gemeindezentrum in der Folgezeit klare Umrisse.
Am 12. September 1978 übergab Architekt Eberhard erste Vorentwurfsskizzen für ein neue Gemeindezentrum an der Sundgauallee dem Bauausschuss des evangelischen Kirchengemeinderates. Dieser Architekt wurde sodann mit der Planung des neuen Hauses beauftragt. Am 23. Februar 1979 beschloss der Kirchengemeinderat den Neubau eines neuen Gemeindezentrums für die Gemeinde Markus-Süd. Der Oberkirchenrat in Karlsruhe stimmte am 2. Dezember 1980 dem Bauvorhaben zu, sofern die Baukosten die Summe von zwei Millionen DM nicht übersteigen.

Von der Gemeinde Markus-Süd wird ein Eigenbetrag von 130.000 DM erwartet. Die dafür bereits angesparte Summe aus Spenden, Bazaren, Festerlösen u.a. betrug am 1. September 1982 64.000 DM.

Am 19. September 1982 wurde durch den Vorsitzenden des Kirchengemeinderates Dr. Heidland der erste Spatenstich zum neuen Gemeindehaus vollzogen.
Die Grundsteinlegung erfolgte dann am 12. September 1982.

Zu dieser Zeit zählt die Gemeinde Markus-Süd 2.401 Gemeindeglieder. Dem Ältestenkreis gehören an: Sieghard Albrecht, Elsbeth Borrmann, Horst Fischer, Wolfram de Fenne, Hanna Fuchs, Helmut Königer, Matthias Uhlrich, Margarete Wissler und natürlich Pfarrer Pfisterer.

Richtfest wurde am 22. Oktober 1982 gefeiert.
Einweihung des neuen Gemeindezentrums erfolgte am 17. Juli 1983 durch Herrn Prälat Jutzler.

Die Gemeinde hatte den geforderten Baukostenzuschuss längst erbracht und darüber hinaus auch noch durch Spenden den Altartisch, die Kerzenständer und das Wandkreuz anschaffen können.Im neuen Haus „lebte“ die Gemeinde in vielfacher Weise, die Aktivitäten aus der Markushütte wurden weitergeführt, erweitert und auch neu gestaltet. Das Gemeindebüro war täglich besetzt und wurde von Fr. Königer bis zum Jahr 2003 geleitet.

Die musikalische Begleitung der Gottesdienste durch Klavier und elektrische Orgel entsprach bald nicht mehr dem Geschmack und den Anforderungen der Gemeinde. Diese erbrachte dann 120.000 DM durch Spenden und Aktivitäten verschiedenster Art zur Anschaffung der Orgel.

Am 17. März 1985 gab sich Markus-Süd den Namen Matthäusgemeinde und vollzog damit die endgültige Eigenständigkeit. Am 28. Juni 1987 verließ Pfarrer Pfisterer nach 13 Jahren aus familiären Gründen eine in sich gefestigte und harmonische Matthäusgemeinde, die sich unter der „Führung“ von Frau Ottemeier, Frau Königer und dem Ältestenkreis als eine gute Gemeinde zeigte. Am 1.Juli 1988 wurde das Pfarrerehepaar Paetzold durch den Dekan Ronnecker als neue Pfarrer in unsere Gemeinde eingeführt und dort bis zum Jahr 2006 tätig waren.

Grundrisse